“But inside there is a soul and that soul is so fucking wild…”
Soviel zur Vorband. Nicht mein Geschmack, aber der Sänger hat ne’ super Performance abgeliefert. Zitat: “So all the girls get a baby! Fuck with this guy!”

Aber zum wichtigen Teil, dem Hauptact “The Low Frequency in Stereo”:
Es gibt Bands, die machen Musik, und es gibt Bands, die machen Gefühle. Wenn man mit nem’ Bierchen bewaffnet auf einem Konzert verstahlt vor sich hinträumt, dann nennt man das „The Low Frequency in Stereo“. Gitarrenwände, Keyboardgeklimper, ein wirklich rockender Schlagzeuger und super sympathische Leute. Frei nach dem Motto: „Es geht mir so gut, weil hier alles so schön laut ist.“ Sehr positiv aufgefallen ist auch, dass man nicht von endlos gequälten, fucking independent, Durchsagen von Seiten der Band genervt wurde. Doch wozu Worte, wenn die Musik für sich spricht? Es gab sicherlich Niemanden, im (für Polar Zoo – Verhältnisse) ziemlich zahlreich erschienenem Publikum, der nicht voll Bewunderung und Begeisterung nach Hause gegangen ist. Wie konnte man auch anders? Mange Tak für eure Bands, liebes Dänemark.

tja… Kettcar im MAU. Was hab ich mich gefreut? Und ich wurde nicht enttäuscht. Genausowenig wie die restlichen Gäste, die ZIEMLICH zahlreich erschienen. Fein, Fein… das ganze. Selbst Markus Wiebusch, seines Zeichens Sänger von Kettcar erwähnte noch, dass er noch nie so ein Publikum gesehen hat. Pogen bis zum Umfallen, Mitsingen, Zugaben… Subkultur, Suff und Rock n’ Roll in Reinkultur.
Einer der Abende, an denen man wieder Hoffnung in die Rostocker Szene schöpft.
Hoffentlich animiert dieses Konzert ein paar Leute, auch einmal über den Tellerrand hinaus zu schauen und auch mal genauso geile Bands, die weniger bekannt sind, anzuschauen. Es lohnt sich auf jeden Fall…
Es gibt sicherlich kaum eine Band, die mehr Emotionen weckt als Kettcar. Ein Gefühl von Verständnis, Geborgenheit und Live-Art (welch Wort), wurde erweckt, und war fast jedem auf den Lippen anzusehen. Wo, wenn nicht bei diesem Konzert, konnte man 12€ besser anlegen? Nirgends!

“Kuddel, du hast den Farbfilm vergessen…” … und das ist wirklich äußerst schade, es gab so einiges zu bestaunen. Zum Beispiel den wohl lässigsten Gitarristen der Welt, einen Weltrekord im nicht-abaschen-wollen Sowie die letzte überlebende Flexharmonika. Und musiziert wurde auch noch. Und wie! Eine Mischung aus Truckstop, Motorpsycho und The Grand Opening mit Tracklängen um die 10 Minuten machten auch diesen Abend zu einem weiteren Unikat in der Rostocker-Underground-Konzert-Szene :-o . Wer also wirklich weiterhin und bis an die Grenzen der Ewigkeit TRUE sein will, sollte sich den nächsten Polar Zoo in 3 Wochen nicht entgehen lassen.