
Chumbawamba im MAU also. An einem Donnerstag. An einem Donnerstag? Jawohl. Normalerweise nicht unbedingt der perfekteste Wochentag, um Stimmung ins MAU zu bringen. Aber es gelang, würde ich meinen. Die Musik: Pop halt, ein paar schöne Melodien sowie der ein oder andere bekannte Mitsingsong, wenn man denn textsicher wäre. Zwischendurch dann Bühnenpräsenz, Getanze, den live auf der Bühne vom Sänger angemixten alkoholhaltigen Drink (seit wann kommen in Martinis eigentlich Spanferkelaugenkirschen???? Ich sage jedenfalls danke, es war scheußlich lecker. Und nen’ Brummschädel gab’s auch noch.)
Der Altersdurchschnitt lag jedenfalls weit über dem partyüblichen. Man könnte meinen, alle meine seit 30 Jahren verschwundenen Halbgeschwister väterlicherseits haben sich zu einer kleinen Familienfeier zusammengefunden.
Viel wichtiger fand’ ich jedoch das Vorprogramm in Form der Schweizer Songwriterin Bettina Schelker.
Die Frau mit der Gitarre, you know… Und das sagt alles aus. Eine Frau, eine Gitarre, eine grandiose Stimme und wundervolle Texte. Wie war das nochmal? „ich suche keinen sinn des lebens sondern gefühle des lebendig seins“. Sollte man unbedingt im Auge behalten, die Dame. Nicht umsonst kamen gewagte Assoziationen zu den „Grossen“ auf… Janis Joplin, Tracy Chapman, Alanis Morissette… und doch so anders. Und jetzt ist Schluss mit der Schwärmerei. Nächstes Mal bitte selbst zum Konzert gehen