Tomte / Rostock
März 8, 2006

Tomte Konzerte sind prädestiniert für bereits vorgeschriebene Reviews, die je nach Autor schon seit Monaten auf der heimischen Festplatte oder im Kopf desselben herumgeistern. Man verknüpft Textzeilen und denkt sich schon mal die hippsten Wortspiele aus, weiss genau, dass Thees zu diesem oder jenem Stück eine witzige Bemerkung ablässt und am Ende alle ganz berührt nach Hause gehen. So schauts aus und so muss es sein. Hinfällig wird das ganze spätestens entweder nach dem ersten Song oder dem ersten Bier. Je nach dem. Der MAU Club war jedenfalls schon sehr gut gefüllt, als man es fastpünktlich um kurz nach 21 Uhr betrat.
Durchkommen nach vorne sehr schwierig, Garderobe vollkommen überfüllt. Walking Concert haben mit ihrem sehr schönen rockig – melodiösen Sound sicherlich niemanden enttäuscht, obwohl man dann ja doch lieber Tomte hören wollte. Dementsprechend wurden die Jungs um Thees Uhlmann, die am selbigen Abend noch ihren Mitgliedsantrag im LOHRO Förderverein unterschrieben haben, begrüsst.
Was dann kam war nicht weniger als eines der besten Konzerte aller Zeiten im MAU Club. Zwar spielten die Herren nur „Wilhelm das war nichts“, „Sonnige Nacht“ und „Korn & Sprite“ vom „alten Zeugs“, aber im Gegensatz zu vielen anderen Bands muss man wohl sagen, dass älter nicht gleich besser bedeutet. Was heutzutage bei Tomte vorherrscht ist der Glaube an das unabdingbare Gute im Menschen, und die Hoffung, dass man eines Tages all das bekommt, was man verdient. Spätestens als 800 Kehlen „Happy Birthday“ per Telefon für Thees’ Muter sangen, Keyboarder Max von Heike Makatsch eine Geburtstagstorte überreicht bekam, oder ein -, zugegeben, schrecklicher - Heiratsantrag von irgendnem’ Typen Richtung Freundin und Publikum erklang, war klar, dass da mal wieder was besonderes passierte. Weniger besonders war, dass mal wieder Tomte Katalysator eines solchen Erlebnisses waren.
Lieblingsband auf Lebenzeit!
Mehr Bilder gibts auf: http://www.ktv-zone.de
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