Raus aus der Disko, rein in die Pilze!
September 5, 2006

Ein kleiner Tipp zum Herbstanfang:
Wer wie ich in der ehemaligen DDR aufgewachsen ist, kennt das alljährliche Ritual der Pilzjagd. Zu beißen gab es damals bekanntlich wenig und schon damals lebte man nach dem Motto: “Lieber giftige Pilze als gar keine Pilze.” Heutzutage hat sich das natürlich erledigt. Pilze gibts für 35cent, 3. Wahl, dazu PET – Bier.
So sei den getreuen Lesern dieser Seiten geraten: Anfang September ist die beste Zeit zum Pilze sammeln… all die leckeren Steinpilze, Maronen usw. wachsen zu dieser Jahreszeit, ist es doch besonders feucht und trotzdem relativ warm. Man sollte allerdings wissen, wo. Nicht, daß man mit seinem Messer und Korb stundenlag umsonst durch die Wälder streift und am Ende nichts hat, ausser nasser Füße. Die derzeit wachsenden Pilze verstecken sich bevorzugt in Nadelwäldern. In Laubwälder sollte man sich also erst im Oktober wagen. Besonders unter Farnen scheinen sich größere Ansammlungen von Pilzen zu befinden. Ob diese giftig sind oder nicht entnehme man dann bitte sehr dem kompetenten Pilzbuch, dass in keinem Haushalt fehlen sollte.
Der kompetente Pilzblog No-Fidelity empfiehlt folgende Suchgebiete:
- Wald zwischen Rövershagen und Graal – Müritz, möglichst in der Nähe der Bahnschienen
- Südlich von Rostock in Stäbelow
- Die Wälder rund um Bad Doberan sowie leicht südlich bei Kröpelin
Desweiteren sei allen Pilzinteressierten folgendes Event vorgeschlagen: Landespilzausstellung am 30.09 /01.10 im botanischen Garten Rostock. Für Dankesworte zum Nichterwähnen der Beatles in diesem Artikel ist die Kommentarfunktion wie immer vorzüglich geeignet. Und wer sich jetzt fragt:”Hä? Warum schreibt der hier so ‘nen Quatsch? Ich denk, hier gehts ums Internetz.”, dem sei geantwortet: Das Leben besteht aus mehr als nur Pommes und Disko!