Es fällt mir verdammt nochmal schwer, etwas zu schreiben. Mittlerweile ist das der dritte Anfang dieser Review, und ein altes ungeschriebenes Gesetz lautet: “Wenn du nicht weisst, worüber du schreiben sollst, dann schreib wenigstens darüber.” Irgendwann kommt dann die Erleuchtung, der Knoten platzt und alles sprudelt aus dir heraus. Nunja…

Ziemlich überrasschend empfand ich schon das Ankommen im MAU Club. Dieser war ungewöhnlicherweise recht gut gefüllt. “Gefüllt” ist hierbei allerdings relativ zu sehen. Immerhin passen rund 1000 Leute in den Schuppen. Und die schätzungsweise 200 anwesenden Besucher reichten dann gerade, den vorderen Bereich der Tanzfläche zu füllen. Für eine Indie Night Live jedoch ist das schon eine ganze Menge. Applaus, Applaus!

Monoland jedenfalls haben diesen auch verdient. Zwar Fehlanzeige, was eine Knallerperformence oder steile Ansagen anging, aber Schuster, bleib bei deinen Leisten und spiel uns was vor. Und so war das dann auch anno 2006 im MAU: Ein nicht zu ruhiger Auftritt, eine Schau schöner Melodien und beruhigender Vocals vs. lauter Gitarre. schön anzuhören, auf jeden Fall. Mitwippen und Zugabe inklusive.

Thema Zugabe: Bei Finn gab es keine. man muss allerdings auch sagen, dass der vielgerühmte Funke niemals übergesprungen ist. Finn, na klar: tolle Musik und alles. Und was will man mehr? Nette Samples, beruhigender Singsang, ein Typ mit ner’ Gitarre und Piratenkostüm? Das sollte ja eigentlich für einen netten Konzertabend reichen. Woran hats also gelegen? Das schummrige Licht und die damit verbundene “minimalistische” Performance? Wohl kaum. Wer erwartet auch mehr von einem 1 - Mann - Projekt? Da gehts halt ruhiger her auf der Bühne. Musikalisch war das natürlich alles schön anzuhören, aber im Grunde genommen hätte man sich auch das Album zuhause in den eingestaubten CD-player legen, die Augen schließen und Bier trinken können. Pauschal kann man also gar nicht sagen, wo jetzt das Problem lag: Ob der Künstler nicht mit dem Publikum, oder das Publikum nicht mit dem Künstler konnte. ich glaube ja, dass es ein ganz großer Fehler ist, wenn man während eines Konzertes weder Augen noch sonstige Teile des Gesichtes des Künstlers sehen kann. Da ging eine Menge an Emotionen und Stimmung verloren. Demzufolge gabs auch keine Zugabe, und ich denke, dass beide: Publikum und Künstler froh waren, den Auftritt halbwegs gut überstanden zu haben.

Mehr Fotos gibts auf www.ktv-zone.de

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