Audrey – Visible Forms
Dezember 3, 2006

Es ist Dezember 2006, kurz vor Weihnachten, nicht ganz so grau über Deutschland wie erwartet und die schwedische Band Audrey bringt ihr erstes Album „Visible Forms“ heraus. Weltweit vertrieben wird es via Hausmusik, in Deutschland nimmt sich das Berliner Label Sinnbus dem Göteborger Quartett an.
Hervorgebracht haben die 4 Damen einen schönen Soundtrack zum kommenden Winter. Das Prinzip der skandinavischen Melancholie – Talenteschmiede hat wieder zugeschlagen.
Und wie sooft ist man geneigt, sämtliche Klischees und Wordkeulen, die der Popjournalismus zur Verfügung stellt, zu gebrauchen. Sofort springen einem Begriffe wie „Flächen“, „Traurigkeit“, „Wendungen“, aber auch „Schönheit“ fast schon vom Kopf direkt in die digitale Feder.
Vergleiche zu ziehen, fällt dann eher schwer. Sicherlich ist auch Audrey, wie so vielen anderen skandinavischen Bands auch, der verschneite Einsamkeitsfaktor anzuhören. Doch „klingen wie“, oder „sich anhören als ob“, scheint nicht gerade eine Stärke der Band zu sein. Postrock klingt unüberhörbar durch, und ab und an könnte man denken, da steht Björk höchstpersönlich am Mikrofon, nur um alleine diesen Gedanken innerhalb einer Silbe wieder zu verwerfen. Denn was Audrey mindestens ebenso gut können, wie möglichst unskandinavisch skandinavisch zu klingen, ist das Spiel mit den kleinen musikalischen Kniffen, der Schweden schon seit Jahrzehnten zur Nummer 2 der europäischen Popmusik (hinter Großbritannien natürlich) macht.
Zum Reinhören folge man diesem LINK
Dezember 6, 2006 at 12:04
hallo Treas,
Schöne Rezension soweit. Bitte gehe ein wenig mehr auf den Inhalt ein, so eine Steilvorlage wie «Mecklenburg» links liegen zu lassen dazu gehört schon etwas Chuzpe. Ich werde für das nächste mal ein Indiephrasensparschwein bereitstellen; mit skandinavisch, Björk und Melancholie bist du schon ganz weit vorn. Dieser Punkt im fiktiven Fernduell geht jedenfalls eindeutig an goon.
http://goon-magazine.de/index.php/2006/12/04/audrey
max
Dezember 7, 2006 at 9:32
ach, duelle sind mir fremd. und das ding mit mecklenburg ist weniger wild als man denkt. man muss eine review ja auch mal schreiben können, ohne gleich auss der region, die ebenso die erste single betitelt, zu kommen. ausserdem sind wir hier ja auch nicht in new york.