Der NoFidelityBot bei last.fm
Januar 4, 2007

Ab heute referenziert sich das Internet selbst.
Last.fm ist eine Webseite mit deren Hilfe man Statistiken über den eigenen Musikgeschmack führen kann. Das funktioniert in ungefähr so: Man hört einen Song über seinen Rechner, die last.fm Software schickt die Daten über das Internetz an einen zentralen Server, auf dem dann alles gespeichert wird. So analysiert dieser Service den Musikgeschmack der User und vergleicht sie. Es werden Empfehlungen und Charts erstellt, man findet heraus, wer einen ähnlichen Musikgeschmack hat und überhaupt ist das alles total aufregend.
Ganz wichtig ist natürlich, immer Zweifel an der Aufrichtigkeit der Motive von web 2.0 - Machern zu haben. Ohne personalisierte Werbung geht da nix. Aber es gibt Schlimmeres. Man muss ja nicht gleich Namen und Adresse angeben.
Nun bin ich schon seit längerer Zeit user von Last.fm, und habe tatsächlich schon viel tolle Musik gefunden und den Service an sich zu schätzen gelernt.
Doch damit ist jetzt Schluß. Soeben habe ich einen NofidelityBot erstellt. Klingt wichtig, ist aber nur Spielerei. Ein neuer Account wurde erstellt, ein Song der großartigen Gruppe [unknown] wurde gespielt, und nun wird abgewartet, was mir last.fm dazu empfiehlt (Per Funktion: Similar Artist Radio) . Ziel des Ganzen? Der ultimative Durchschnitts-Tralala-Musikgeschmack, generiert und erfunden von einer Maschine, die eigentlich nur 1 und 0 können sollte.
Es fängt auch schon mal ganz groß an. Die ersten vier abgespielten und von last.fm ausgespuckten Songs kommen von Gwen Stefani, Kelly Clarkson, t.A.T.u. und Michael Jackson. Krass. Allesamt bisher einfach nur zuckersüße Popsongs zum nebenbei arbeiten. Und das tue ich ja besonders gerne.
Das Userprofil des NofidelityBots findet ihr hier: http://www.lastfm.de/user/NoFidelityBot/
Ebenso gibt es hier jetzt auch in der rechten Leiste eine kleine Web - Applikation, die euch immer mit heissesten Zeug direkt aus dem Bot-Musikgeschmack versorgt. Damit ihr eure Plattensammlung vergleichen und gegbenfalls an den ab sofort universell gültigen Musikgeschmack anpassen könnt.
p.s.: jetzt läuft hier gerade Nirvana unplugged.
Januar 4, 2007 at 2:16 Uhr nachmittags
Die Maschine hört James Blunt - das war ja klar. Hat es einen Einfluss auf den Musikgeschmack der Masschine wenn ich sie zu meinen Last.fm freunden hinzufüge? Wenn ja, lass ich das natürlich, wenn nicht, denn nicht.
lg
H
Januar 4, 2007 at 2:23 Uhr nachmittags
Nein, nein. werd ruhig sein freund.
und der dazugehörigen gruppe darfst du natürlich auch beitreten:
http://www.lastfm.de/group/NoFidelity