Architecture in Helsinki - We Died, They Remixed
Januar 22, 2007

Architecture in Helsinki - We Died, They Remixed (VÖ: 19.01.2007)
Nun ist es geschehen, und es war ja eigentlich auch vorhersehbar. Architecture in Helsinki werden geremixt. Schnell noch ein komplettes Album daraus zusammengeschustert und ab geht die Post. Schön allerdings, dass man bisher von Hype-Wellen in den einschlägigen Fachmagazinen verschont wurde.
So bleibt das nun vorliegende Remix-Alben ungewohnt unerwähnt in der Blogsphäre. Und das vielleicht zurecht.
Obwohl einige namenhafte Künstler daran mitarbeiteten (stellvertretend zu nennen wären hier vielleicht Mocky, Hot Chip und Dat Politics als wohl namenhafteste Vertreter der mixenden Zunft), scheinen sich die Originalstücke immer wieder dagegen zu sträuben, in eine andere, als ihrer eigenen Form, gepresst zu werden. Ein wirkliches “zueinander passen” und “sich ergänzen”, oder gar “neue Seiten aus dem Song hervorholen” scheint es nicht zu geben. Die grundsätzliche Songstruktur scheint ungebrochen, verliert aber den Charme der Originaltitel.
Da kaum ein Mix wirklich zu überzeugen weiss, wird die Ursache wahrscheinlich in den Originalen selbst liegen.
Diese schienen selbst schon immer wie zusammengeschustert und durch eine höhere Gewalt doch wieder wunderbar zusammengehalten zu sein.
Das ist wie bei alten Kassetten (einige von euch werden sie noch kennen).
Wenn man eine Kopie kopiert, und dann wiederum kopiert, gibt es irgendwann nur noch Rumgeflicker. Nimmt man nun an, dass das bisherige Schaffenswerk von Architecture in Helsinki ein Remix ihrer kulturellen und musikalischen Sozialisation ist, lässt sich schnell erahnen, dass ein Remix ausgerechnet dieser Songs nicht überzeugen kann. Natürlich nur Gesetz dem Falle, der Remixer hat eben diese Sozialisation nicht mitgemacht. Und davon ist auszugehen.
Wahrscheinlich sind die Songs der Band einfach zu verspielt, unkonventionell und vertrackt, dass man nicht umhin kommt sie zu vereinfachen um sie als Aussenstehender zu bearbeiten.
Trotz Allem ist “We Died, They Remixed” dann aber doch eine gute Platte. Vielleicht keine, auf die die Welt gewartet hat, aber ganz bestimmt eine, die alleine schon durch die zauberhaften Melodien Architecture in Helsinkis gefallen darf. Aber dafür reichen auch die Originalplatten
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