Zu Styrofoam liest man des Öfteren, dass ausgerechnet für dieses Ein-Mann-Projekt des Belgiers Arne van Petegem der Begriff “Indietronic” erfunden wurde.
Zu Unrecht wird das sicherlich nicht behauptet.
Schon seit dem Jahr 2000 fabriziert Styrofoam melancholisches Elektrogefrickel.

Ursprünglich kommt van Petegem eher aus dem Postrock, und mit Morr hat er sicherlich nicht das schlechteste Label im Rücken, wenn man neue Töne anschlagen will.
Sicherlich lockt man mit der Indietronic-Keule heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervor, zumal in einer Zeit, wo neben herausragenden Acts wie The Notwist und Lali Puna auch viel Schund auf den übersättigten Markt geworfen wird.
Seit mittlerweile 11 Veröffentlichungen (und insbesondere der letzten drei Alben) schafft es Styrofoam, unverwechselbare und einzigartige Popperlen zu kreieren - so auch auf dem neuen Album „A Thousand Words“ immer wieder mit tatkräftiger Unterstützung von hochkarätigen Gastmusikern wie Markus Acher oder Ben Gibbard.
Auf seinem neuesten Album nimmt Styrofoam sich sehr gerne auch mal ein wenig zurück. Ein bisschen ruhiger ist er geworden und das althergebrachte Beatgefrickel weicht mittlerweile einem eher flächigeren Sound. In Anbetracht des sich nicht nahenden Frühlings ist das ganz bestimmt das Richtige.

Heute erscheint „Sweet Bills“ von Kristoffer Ragnstam auf Lado - dem Hamburger Label, das spätestens seit Anfang der Neunziger bekannt für das Setzen von Trends ist. Während dort anfangs hauptsächlich Platten der so genannten Hamburger Schule ein Zuhause fanden, fungiert Lado heutzutage als Plattform für so ziemlich alle auf Gitarrenpop basierenden Musikstile und hat seit einigen Jahren auch einen ebenso guten Ruf im Bereich der elektronischen Musik.

Kein Wunder also, dass eben dieser Kristoffer Ragnstam bei besagtem Label unterkam. Es gibt derzeit wahrscheinlich kein Non-Major Label in Deutschland, das sich so konsequent eines einheitlichen Stils enthält. Und genau so ist das bei Kristoffers neuem Album auch. Der 44-jährige Göteborger (Schweden natürlich) schafft es gänzlich unverkrampft, eine Zeitreise durch den Rock und dessen verschiedenste Ausprägungen zu unternehmen, nebenbei noch einen Abstecher in den 60s-Soul zu machen und trotzdem nie das Konzept modernster Gitarrenmusik zu verlassen.
Wenn man sich ein wenig mit Rezensionen zu dem Album auseinandersetzt, fallen da eigentlich immer die Namen: Beck, Bowie, Moneybrother.
Alleine dabei sollte man es inhaltlich wie auch musikalisch belassen.
Spitzenalbum.

NoFidelity Pfingstrambazamba im Bunker zu Rostock!

Ab geht’s in die nächste Runde! Nach einem bravourösem Geburtstagsfetz macht sich der schnuckelige Pinguin NoFidelity am 09.05. wieder auf zu einer neuen Reise. Neuer Club – neues Glück, möchte man meinen. Und damit die Kids in ihren Pfingstferien was zum abfeiern haben, gibt es das nächste dicke Ding aus Berlin.

The Aim Of Design Is To Define Space (siehe Bild) werden seit Erscheinen ihres neuen Albums “Aimthusiasm” von allen wichtigen Meinungsmachern hochgejubelt und verscheuchen spielend leicht die Beliebigkeit aus allem, was den Großstadt Hipsterkids wichtig ist, ohne dabei natürlich das Tanzbein zu vergessen.

Meine Damen und Herren, wir präsentieren die wahrscheinlich beste und wichtigste deutschsprachige Band unserer Zeit.

Eine großartige Afterparty mit viel Glamour, Glitter, Rave und Gitarren wird natürlich ebenso abgeliefert. An den Decks erwarten den geneigten Besucher das Fucking Pop DJ Team aus Berlin, das Knäcke Kollektief aus Greifswald, die Jungs vom Rostocker In*Finity DJ Team und natürlich der allseits beliebte Timo Katze.

Wie immer noch mal alles in Kürze:

NoFidelity Pfingstrambazamba

09.05.08 // 22:00 // Bunker Rostock // 5€

Live:

The Aim Of Design Is To Define Space (Haute Areal / Bln)

www.myspace.com/aimofdesign

An den Decks:

Fucking Pop DJ Team (Fucking Pop, ey!? / Bln)

www.fucking-pop.de

Knäcke Kollektief (Mamallapuram Festival, Magnet Berlin, ¡IndieStubnitz!, MAU Indie Night / HGW)

www.knaecke-kollektief.de

In*Finity DJ Team (Indie*Finity, NoFidelity / HRO)

www.myspace.com/indiestarnight

Timo Katze (Teenage Mojo Workout, Lohro, NoFidelity / HRO)

Eintritt: Wie immer liebe 5€

Alle kommen, alle feiern!

www.bunker-rostock.de

www.NoFidelity.de

Ahoi!

Pflichtbewußt wie ein ehemaliges DDR - Kind nur sein kann, gibt es auch heute Tipps zum schwofen und dergleichen. Später am heutigen Abend spielen Delbo im Mau Club. Vorband sind Ikeria. Da müssen ja jetzt nicht so viele Worte drüber verloren werden. Spitzenmusik. Wer dann möchte, kann ja gleich auf der Indie Night bleiben und rumtanzen. Wem das zuviel des Guten (oder so) ist, kann ja mal die Augen im Rostocker Stadtbild aufhalten oder sich vertrauensvoll an mich wenden.

Morgen lasse ich dann meinen robosexuellen Gefühlen freien Lauf und gehe zu Schizophonic im Jaz. Solltest DU und DU und DU auch tun.


Endlich 11. April! Seit Monaten liegt die neue Microstern-Platte nun bei mir zu Hause und wartet darauf, rezensiert zu werden. Immerhin genug Zeit, sich mit dem neuen Material vertraut zu machen. Und das war auch dringend nötig. Öfter wiederkehrende Stilbrüche und gezielt unregelmäßiges Einsetzen der microsterntypischen Musikelemente lassen das Album erst nach mehrmaligem Hören durchdringen und verständlich werden.

Doch der Reihe nach.
Typischerweise fangen Microstern-Rezensionen immer mit der Entstehungsgeschichte des Albums an. Von wegen früher wurde noch alles am Heimcomputer von Stefan Streck zusammengebastelt und mit dem Bedürfnis, das Produzierte auch live präsentieren zu können, wuchs dann die Band. Neuerdings wird dann aber als Band geschrieben, komponiert und geübt. Natürlich hört man das auch an den Songs des neuen Albums. Wo früher ganz klar und eindeutig Anleihen zur Weilheimszene ausgemacht werden konnten, verschwinden dieselben heutzutage natürlich nicht, werden jedoch besser versteckt, umspielt und eingebettet. Oftmals gebrochener und gitarrenlastiger, dafür aber auch innovativer, wird da ein ganz eigener Stil entwickelt, welcher sicherlich noch immer auf elektronischen Füßen wurzelt, jedoch durch den prägnanten Gesang Nele Schröders und dem musikalischen Unterbau der Band eine neue Dynamik bekommt. Insbesondere die Drums kommen nun um einiges kräftiger zur Geltung. Die Vorteile gegenüber einem Drumcomputer werden klar ersichtlich.
Insgesamt zeigt sich „Airplanes And Sparrows“ um einiges gereifter, individueller und insbesondere abwechslungsreicher als noch „The Mechanical Bird“. Super Album.

Tiger Thieves

April 6, 2008

Ahoi! Ich war ja auch mal - man mag es kaum glauben - jung. Damals trug ich noch eine wilde Frisur und Kordhosen gehörten zu meiner Grundausstattung. Ich besuchte eines Tages mit einer Horde von Freunden das grandiose Tag! Open Air in der Nähe von Neubrandenburg. Dort spielen die mittlerweile nicht mehr existierenden Tiger Tunes, welche damals (und noch immer) zu meinen musikalischen Idolen gehörten.

Die lustigen Dänen hatten zu ihren Auftritten immer einen weißen Tigerkopf mit den geschätzten Maßen 1,50×1,50 Meter auf der Bühne. Es begab sich während des Open Airs, dass ich es irgendwie geschafft habe, während des Konzertes und vor den Augen der Security den besagten Tigerkopf zu klauen. Nach dem Konzert kam noch Mister H. , seines zeichens Drummer der Gruppe, an und fragte mich, ob ich jemanden gesehen hätte, der den Kopf klaute. Ich natürlich mit lallendem Englisch… “no, no or so…”

Der Tigerkopf lag zu der zeit schon gut behütet unter meinem Zelt und bereitete mir in der Nacht diverse Rückenschmerzen. natürlich hatte ich den nächsten Tag ein äußerts schlechtes Gewissen und so begab es sich, dass diese beiden folgenden Videos entstanden:

Berufsschullangeweile kann durch übermäßigen Internetkonsum ausgeglichen werden, und so lese ich gerade ein paar Artikel über die Geschichte der spex. Nun ist meine kritische Einstellung gegenüber unserer Bundeshauptstadt Berlin allgemein bekannt und soeben las ich doch in einem Interview mit Uwe Viehmann zum 25. spex - Geburtstag folgenden Satz. Und der ist spitze:

Die nun schon über viele viele Jahre anhaltende Tendenz, in Berlin eine alle Kreativität dieses Landes aufsaugende und die Hälfte davon unverdaut auf den Hartz IV-Haufen ausspuckende Möchtegern-Weltmetropole in diesem Land zu haben, ist natürlich zu verdammen.

Den Link zum interessanten Interview findet man hier:

http://www.hinternet.de/neu/interview/2006/25_jahre_spex.php

Ahoi!

April 2, 2008

Endlich wieder was los hier, möchte man meinen. DerDurchschnittsbesucher kennt das hier ja: Auf Frieden kommt Krieg und auf eine Schreibpause kommt schon der nächste Beitrag. Nette Analogie.

Soeben mistete ich die Terminleiste ein wenig aus. Wenig neues kam hinzu, viel Altes wurde gelöscht - so auch der wunderbar verlaufenen NoFidelity Geburtstag auf der MS Stubnitz. Tausend Dank nochmal allen Beteiligten und Besuchern.

Da ich schon seit gestern (Dienstag!) gefragt werde, was denn am Wochenende so gehen würde, finde ich, ist dieser Post der geeignete Moment ein paar Empfehlungen auszusprechen. Nächstes Wochenende steht vollkommen im Zeichen des Jugendabsturzzentrums Rostock. Am Freitag wird im Schwingerclub getekkert und am Samstag zu der famosen Indiepopkapelle “Lichter” gekonnt die Cocktails geschwungen. Danach geht es dann zu einem mir sehr lieben Menschen - dem Timo Katze. Der legt wie jeden ersten Samstag des Monats im Bunker zum Teenage Mojo Workout auf. Applaus, Applaus! In eben erwähntem bunker wird auch aller Voraussicht nach der nächste NoFidelity Tanzabend stattfinden. der 09.05. ist angepeilt. Also zu pfingsten nicht zu den Eltern aufs land fahren.

Ansonsten ist alles frisch wie immer: Die Berufsschule fordert meine Geduld und Toleranz bis aufs Stärkste. Letzte Woche durfte ich Zeuge des großartigen Olli Schulz vs. Gisbert Zu Knyphausen Konzertes im MAU sein. Ich bin derweil sogar in Rezensionsstimmung für den entsprechenden Abend, frage mich aber, ob das nun noch Sinn macht. Für Beratung wäre ich dankbar. Gisbert war jedenfalls wunderbar und alle meine weiblichen Freunde sind entzückt. Insbesondere MEINE Freundin.

Gestern Abend wurde dann doch tatsächlich noch punktgenau zum Erreichen der Deadline mein Immergutprogrammheftbeitrag zum Thema “Die Band Slut” fertig und nun hoffe ich auf positive Resonanz. Daumendrücken hilft.

Ein paar Links zum weiterlesen:

www.myspace.com/gisbertzuknyphausen

www.bunker-rostock.de

www.jaz-rostock.de

www.myspace.com/lichtermusik

www.immergutrocken.de

Viel Spaß und bis die Tage!