Microstern – Airplanes And Sparrows / VÖ: 11.04.08
April 11, 2008

Endlich 11. April! Seit Monaten liegt die neue Microstern-Platte nun bei mir zu Hause und wartet darauf, rezensiert zu werden. Immerhin genug Zeit, sich mit dem neuen Material vertraut zu machen. Und das war auch dringend nötig. Öfter wiederkehrende Stilbrüche und gezielt unregelmäßiges Einsetzen der microsterntypischen Musikelemente lassen das Album erst nach mehrmaligem Hören durchdringen und verständlich werden.
Doch der Reihe nach.
Typischerweise fangen Microstern-Rezensionen immer mit der Entstehungsgeschichte des Albums an. Von wegen früher wurde noch alles am Heimcomputer von Stefan Streck zusammengebastelt und mit dem Bedürfnis, das Produzierte auch live präsentieren zu können, wuchs dann die Band. Neuerdings wird dann aber als Band geschrieben, komponiert und geübt. Natürlich hört man das auch an den Songs des neuen Albums. Wo früher ganz klar und eindeutig Anleihen zur Weilheimszene ausgemacht werden konnten, verschwinden dieselben heutzutage natürlich nicht, werden jedoch besser versteckt, umspielt und eingebettet. Oftmals gebrochener und gitarrenlastiger, dafür aber auch innovativer, wird da ein ganz eigener Stil entwickelt, welcher sicherlich noch immer auf elektronischen Füßen wurzelt, jedoch durch den prägnanten Gesang Nele Schröders und dem musikalischen Unterbau der Band eine neue Dynamik bekommt. Insbesondere die Drums kommen nun um einiges kräftiger zur Geltung. Die Vorteile gegenüber einem Drumcomputer werden klar ersichtlich.
Insgesamt zeigt sich „Airplanes And Sparrows“ um einiges gereifter, individueller und insbesondere abwechslungsreicher als noch „The Mechanical Bird“. Super Album.