Zu Styrofoam liest man des Öfteren, dass ausgerechnet für dieses Ein-Mann-Projekt des Belgiers Arne van Petegem der Begriff “Indietronic” erfunden wurde.
Zu Unrecht wird das sicherlich nicht behauptet.
Schon seit dem Jahr 2000 fabriziert Styrofoam melancholisches Elektrogefrickel.

Ursprünglich kommt van Petegem eher aus dem Postrock, und mit Morr hat er sicherlich nicht das schlechteste Label im Rücken, wenn man neue Töne anschlagen will.
Sicherlich lockt man mit der Indietronic-Keule heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervor, zumal in einer Zeit, wo neben herausragenden Acts wie The Notwist und Lali Puna auch viel Schund auf den übersättigten Markt geworfen wird.
Seit mittlerweile 11 Veröffentlichungen (und insbesondere der letzten drei Alben) schafft es Styrofoam, unverwechselbare und einzigartige Popperlen zu kreieren – so auch auf dem neuen Album „A Thousand Words“ immer wieder mit tatkräftiger Unterstützung von hochkarätigen Gastmusikern wie Markus Acher oder Ben Gibbard.
Auf seinem neuesten Album nimmt Styrofoam sich sehr gerne auch mal ein wenig zurück. Ein bisschen ruhiger ist er geworden und das althergebrachte Beatgefrickel weicht mittlerweile einem eher flächigeren Sound. In Anbetracht des sich nicht nahenden Frühlings ist das ganz bestimmt das Richtige.

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