Turboweekend

Zwecks Ermangelung von 1200 Kronen konnte ich mir leider das Leonard Cohen Konzert in Kopenhagen nicht anschauen und besann mich dann auf alte Tugenden: Sparsamkeit bei Kultur, Spaß und Suff. Kurzerhand wurde ein Konzertplan für die Woche erstellt, welcher das Budget nicht exorbitant sprengen würde.

Am Montag ging es in einen kleinen Alternativschuppen namens Lades Kælder.  Dort traten die mir schon altbekannten Jeniferever auf. Starteten wie immer ganz mitreißend in das Konzert, flachten aber dann zum Ende hin mit dem immerwiederkehrenden Postrockgedöns ab. Herausstechend waren vielleicht noch die Stücke vom bald erscheinenden neuen Album. Ein wenig mehr Experimentierfreude schien dann doch durch.

Viel mehr jedoch gefiel mir die Vorband Cody, welche meine derzeitige Vorliebe für Folk und Karohemden wiederspiegeln. Rock und fluffige Melodien kamen trotzdem nicht zu kurz. Falls man mir die lieblose Wortwahl verzeihen mag: Unbedingter Geheimtipp!

Gestern Abend besuchte ich dann den Rustclub in Kopenhagen. Überaschend nette 30 Kronen Eintritt machten das schickie-mickie-hippe Leute Feeling  wieder wett. Es spielten insgesamt 3 Bands, von denen ich jedoch nur die wunderbaren „Sleep with all your friends“ sah.  Ich wüsste jetzt spontan auch gar keine Vergleiche zu ziehen. Gitarrenpop im allgemeinen triffts dann wohl ganz richtig. Vielleicht Friska Viljor in poppiger und ein wenig elektronischer. Danach blieb ich dann noch in Erwartung einer netten Tanzveranstaltung. Musikalisch zeichnete sich jedoch eine hundertprozentige Fixierung auf elektronische Musik ab – was nicht schlecht sein muss, ich jedoch nicht in der Stimmung dafür war. Minimal geht anders (und schon mal gar nicht). Der untere Mashup/Rave/Irgendwas/Oldschoolhiphopfloor war nett gedacht, doch auch nur eher halbherzig.

Heute Abend nun geht es ins Tivoli. Dort spielt dann eine Band, auf die ich mir bisher noch keinen Reim machen konnte. Turboweekend spielen Indieelektrolektropop im wahrsten Sinne, gepaart mit einer netten Prise Soul nd Funk. Nebenbei sollen deren Shows auch immer wieder optisch ein Vergnügen sein. Für 100 Kronen geht das schon mal durch. Eventuell gibts morgen eine Review.

Leave a Reply