Bernd Begemann / Rostock
Januar 21, 2006

Es tut sich nichts in Deutschland, die Welt steht am Abgrund und du bist pleite. Aber Bernd ist immer noch für dich da. Seit ca. 20 Jahren tourt Bernd Begemann nun schon durch Deutschland und hat dabei immer Material aus 16 herausgebrachten Alben unter den stämmigen Fleischerarmen. Mal hier, mal dort, aber immer Pop und mit einem feinem Gespür für unser aller Gefühlswelt. Freitag Abend war Rostock mal wieder dran. Dementsprechend war der MAU - Club zur zweiten Indie Night Live des Jahres gut gefüllt.
Die schätzungsweise 200-300(?) Zuschauer bekamen jedenfalls, wofür sie bezahlt hatten. Den gerüchteweise besten Entertainer Deutschlands. Glücklicherweise spielte der nicht nur Sachen seines aktuellen Albums, sondern lies auch den einen oder anderen Titel älterer Schaffensphasen anklingen. Nicht schlecht, werden sich dann wohl auch die älteren Mitbürger unter den Zuschauern gedacht haben. Und zum Rumgröhlen, sprich was für die Jugend, war Bernd ja schon immer. Doch großer Männern nicht genug, gabs anschließend an das Konzert noch ein kleines Dankeschön an Ralf von LOHRO zu dessen Geburtstag. Fetziger Übergang zu ner Indie - Disko… Daher tat sich die wartende Masse auch irgendwie schwer, während der ersten Songs das Tanzbein zu schwingen. Doch auch da ging noch einiges. Bernd hat halt Recht: Es wird noch ein sehr schöner Tag (Abend?!) werden.
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Subterfuge / Rostock
September 10, 2005

Was für ein grosser Abend das wohl werden mag, dachte ich noch. Eingepfercht zwischen zwei Privatparties und dem eigentlichen Pflichttermin im JAZ inklusive aller damit verbundenen Alkoholitäten, sollte es noch einen kleinen Abstecher ins MAU geben.
Subterfuge - letztes Jahr noch Vor (bzw. Nachband) von Virginia Jetzt! dieses Mal als Hauptact. Zu erwähnen wäre da natürlich auch noch der Supportact: Souls of Fire. Nie von gehört, aber ganz ruhiger, schöner melodiöser Pop-Rock mit gemischtem Geang. und damit gewinnt ja bekanntlich jede Band. Das ewige Leid vom spärlichen Publikum erspare ich mir hier.
Ein wenig voller wurds dann aber dann doch bei Subterfuge. Und das verdientermaßen. Sehr toll begannen sie ihr Konzert mit 3 Titeln nur in Begleitung einer Akkustikgitarre. Dabei gabs dann wohl auch eines der bedeutensten Liebeslieder der Musikgeschichte. Mann stelle sich einen Mann, einen intimen Club, seine Gitarre und das grösste seiner musikalischen, gefühlsmässigen Ausdrucksfähigkeit vor. Hört sich toll an. Besonders wenn es im Refrain dann erschallt: “I’ve got a fistfuck-photo of you…” Die Frauen waren gerührt.
Ehrlich.
Subterfuge dann in ganz gefielen mir wieder sehr gut. Nachhören kann man das alles übrigens auch auf
www.subterfuge.de.
Feiner melodiöser Indierock wie eine Wand.
Eigentlich wollten wir uns dann ja noch ins JAZ machen, aber Indie-Night war ganz fetzig: gut besucht, entspannte Tanzmusik und Bier. Was will man mehr? Selten wird einem der lange, lange Weg ins JAZ so schwer gemacht. Und wir Menschen neigen ja dazu, dass festzuhalten was man hat.
Das Gute eben.
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13 & God und Microstern / Rostock
Juli 3, 2005

Das schlimme an dieser Review wird sein, dass sie verdammt unzulänglich sein wird. Aber selbst schuld, wer lieber auf nem’ alten Flugplatz rumlungert und so, anstatt in heimischen Gefilden zu verweilen und die Schönheiten der lokalen Musikkultur zu erleben…
Uneingeschränkt kann man natürlich nicht alles gutsprechen, was da gestern so im MAU war, aber das liegt in meiner Natur und muss einfach so. 13&God waren eher etwas lahm, und schienen etwas langweilig. Klaro - The Notwist und so - supi und alles steil, doch diese Rap-Einlagen schmeicheln dem Ganzen nun eher gar nicht. Die Band wirkte auch dementsprechend uneuphorisch. Wer weiss schon, was da schon an Tour in den Köpfen steckt.
Als Supportact hatte man sich den Microstern eingeladen, uns allen auch bekannt als Sterngucker und Micronaut. Und was der da zeigte lies die Leute lieber in Verweilen und Angst vor Zerrüttung des Songgerüstes erstarren, anstatt zu klatschen. Tjaja. So geil war das. Support von nem’ Drummer, die Gitarre in der einen und tausend Regler in seinen anderen zwanzig fantastilliarden Händen, spielte er 13&God mit ihren 6 Mann locker an die Wand oder in die musikalische Belanglosigkeit. Konnte man sich je nach geistigem Zustand aussuchen. Wie immer sei hier darauf verwiesen, dass das alles nur eine persönliche Meinung ist, und man sich gerne einer kreativen Diskussion in den Kommentaren stellen kann ![]()
Das war gestern natürlich aber noch nicht alles Anschliessend gabs eine recht volle, und musikalisch sehr nette LOHRO-Party, die zum Verweilen einlud. Konnte man da noch natürlich fesch tanzen, wär da nicht Tine gewesen, die sich unbedingt Trail of Dead wünschen musste, woraufhin die Tanzfläche schlagartig leer wurde. So macht man sich aber keine Freunde bei DJ’s und Veranstaltern, junge Dame…
Abschliessend bleibt zu sagen: schöne Musik, schöner Abend und alles steilo.
p.s.: Willy haben sie die Klingel vom Nachtschalter gerissen. Jetzt muss man da immer klopfen. Braucht man aber nich so laut, er hat nämlich Ohren wie ein Luchs.
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Susi and the Beat / Rostock
Mai 2, 2005

Sitzkonzerte finde ich sehr ungewöhnlich und auch eher nicht so dolle. Dieses hier war auch keine Ausnahme, was jedoch wohl eher an der zu Mädchen-tralala-lastigen Musik lag, als an allem anderen. Klaro: gute Stimme, gute Musiker, aber wirklich welt- oder herzbewegend war das Ganze auch nicht. Das ist natürlich auch sehr vom individuellen Musikgeschmack abhängig und daher gabs trotzdem gut Applaus für die Kapelle. So bleibt der Eindruck eines sehr angenehm gefüllten und dekorierten momos und eine weitere Erinnerung an ein gepflegtes Rostocker Pils.
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Tiger Tunes & Wir sind Helden / Rostock
April 22, 2005

Ich mach das jetzt mal fix ganz klassisch.
Donnerstag Abend, mehrere Fantastilliarden Kulturwillige, 2 Bands und eine Turnhalle. KTV-Zone zu spät und daher Hauptact des Abends, die Tiger Tunes, zu ca. 84% verpasst. War trotzdem super, schon musikalisch gesehen. Stimmungsmässig konnten die natürlich auch so einiges reißen. Was dann von den Helden folgte, war solides Mittelmaß, ein nicht verpatzter Tourstart… sozusagen. Man gab sich sichtlich Mühe, doch wirklich grenzenlose Stimmung konnte oder wollte nicht aufkommen.
Sicher kein schlechtes Konzert, kommt halt drauf an, wie man zu den Helden steht.
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Kate Mosh / Rostock
April 16, 2005

Und Gott sprach: “Du sollst nicht Kate Mosh als Ersatz für Tele buchen. Die sind nämlich doof³!” Und so bewahrheitete es sich. Einbahnstraße Angeberrock. Irgendwie fand ich die im letzten November besser. Allerdings war ich da auch betrunkener. So bleibt nichts von der Musik, und vom viel zu jungen Publikum der berechtigte Verdacht auf eine musikalische Volkskrankheit. Eintritt frei und Freibier - immer wieder gerne, doch irgendwie verliert sich das alles im faden Beigeschmack von mittelmäßiger Band, immer gleichen Indie-Parties und pseudoalternativen Halbwüchsigen, die um die Uhrzeit lieber im Bett liegen und Hesse lesen sollten. Das ist auch gesünder für die freischweifende Fantasie. Wird Zeit für Veränderung.
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Tocotronic / Rostock
März 14, 2005

Montage sind was feines. Alle Leute müssen Sonntag Abend früh ins Bett und können sich nicht in Massen vor den Bühnen dieser Stadt versammeln. Armen Fotografen wird die Möglichkeit gegeben, vernünftige Bilder zu machen und der geneigte Zuhörer hat die Chance, ausser gleissenden Lichtshows auch den ein oder anderen Blick auf die Band zu erhaschen.
Nicht so bei Tocotronic. Zu gut und zu populär,um sie dem gesammelten Rostocker Publikums vorzuenthalten, füllte sich der MAU-Club zusehends viel zu sehr und man war froh, noch ein Plätzchen in den hintersten Reihen zu bekommen. La Grande Illusion als Vorband war sicherlich eine passende Wahl. Leichter, eingängiger Elektropop, der mit viel Beifall quittiert wurde.
Nach einer kleinen, grossen Umbaupause dann: Tocotronic. Mit viel Elan wurde eine feine Mischung aus alten und neuen Stücken unter das Volk gebracht. Stimmungsmässig top. Ansagenmässig nicht so der Bringer. Aber eine verdammt tobende Masse von Anfang an. Natürlich ist das Rock, und deswegen gab’s auch ne’ Bierschlacht. Stagediving durfte auch nicht fehlen, und nach 2 Zugaben zu je 3 Stücken gings dann auch für alle ab in die Heia. Fazit: Voll, Gut.
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Rock @ “baywatchers”
Januar 22, 2005
Kalt und windig war die beschwerliche Anreise zu Fuß zum Robinson-Club JAZ e.V. Okay, es war eigentlich minder-windig. Irgendwie war es auch minder-surfig. Es war eher Angeber-Rock?n?Roll wie aus dem Ei gepellt. Ist ja aber auch nicht so wichtig. Hauptsache laut. Gerüchten zufolge traten irgendwie irgendwann Coogans Bluff auf, gesehen haben wir sie aber nicht. Vielleicht waren wir auch einfach zu früh oder zu spät da. Dafür dann Tricky Lobsters… Mein rechtes Ohr sagt Hallo und Aua. Irgendwie hab’ ich jetzt noch verdammt Druck auf den Ohren. Nächstes Mal dann nicht direkt vor die Box stellen. Den gemeinen Massen hats anscheinend gefallen, und relativ voll war’s auch. Im Nachhinein bin ich aber glücklich, dass ich mein Hawaiihemd zuhause gelassen habe. War ja auch irgendwie kalt und unpassend und so…
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Moonbabies / 11.12.2004 / Getränkekombinat
Dezember 12, 2004

Weihnachten ist ja bekanntlich die Zeit der Stille und Besinnung. Passenderweise traten deswegen auch die Moonbabies aus Schweden im gut gefüllten Getränkekombinat auf. Ruhiger Gesang und sanfte Melodien, vorgetragen nur durch Akustikgitarre und Keyboard passten sehr gut zum Motto einer WEIHNACHTSparty. Leider erwartete das Publikum mehr Party als Weihnachten. Schade, dass das Konzert dadurch extremst an Stimmung verlor. Wenn man schon auf ein Konzert geht, und vor allem auf ein eher ruhiges, sollte man sich den Künstlern gegenüber auch ein wenig respektvoll verhalten. Klar lief nicht alles perfekt (Stichwort Sound), und das GeKo als Konzertlocation ohne Bühne ist auch nicht gerade grandios aber die Moonbabies sind trotzdem toll (ätschebätsch), und wer meint, dass es ihn nicht interessiert, kann ja nächstes Mal zu Hause bleiben. Frohe Weihnachten.
Laakso / 02.12.2004 / MS Stubnitz
Dezember 3, 2004

Was kann man noch sagen, wenn so eine großartige Band nach Rostock kommt, und keiner hingeht? Selbst Schuld? P.P - Persönliches Pech? Oder wie? Jedenfalls mal wieder ganz großer Rock in Rostock. Das Überwiegen neuer Songs war recht interessant… sie schienen doch im allgemeinen rockiger und weniger multi-instrumental. Steht den Herren gut. Vergleiche und Querverweise zu anderen Bands fehlen mir immer noch, und machen Laakso dadurch noch einzigartiger und besonders für mich. Nett sind sie mittlerweile auch geworden, und spielten brav eine Zugabe, bevor das wilde Rockerleben dann spät am Abend die Heia verlangte. Der einzige, der wohl dann doch noch nicht genug hatte, war Sänger Markus, der nochmal spontan 2 Stücke alleine auf seiner E-Gitarre spielte. Find ich gut, und verdient Respekt, wenn man an die Zuschauerresonanz denkt. Aber irgendwie muss man ja groß werden… Zum Glück wollen sie ja wieder kommen… hat man mir gesagt.